Projekwoche Papier

Papier- wo man hinschaut! Kommt man in der Woche vom 8.-12. Juni aufs Schulhausareal in Bannwil, findet man überall Papier!
Bereits am Morgen beim gemeinsamen Einstieg in der Turnhalle dreht sich alles um Papier. Bis alle Kinder da sind, wird das Spiel «Zytig läse» gespielt oder Papierflieger gefaltet.
Das Papierlied gibt dann das Startsignal für den gemeinsamen Einstieg, natürlich auch hier alles mit Papier.
Nach einer gemeinsamen Sequenz mit allen 56 Kindern suchen die Kinder in ihrer Gruppe ihren heutigen Standort für den Papier-Workshop auf.
Im Werkraum wird Papier geschöpft. Damit dies gelingt, muss vorher kräftig gearbeitet werden, indem das Altpapier in Schnipsel gerissen wird. Weiter oben im Schulhaus wird Papier mit der Gelli-Print Technik bedruckt. Die glibrigen Gelplatten geben manch eine Überraschung preis beim Lösen des Papiers. Mit dem Herstellen eines Buches geht es einen Stock weiter oben weiter. Hier wird das Papier mit der Kleistertechnik verziert und danach zu einem Buch gebunden.
Im alten Schulhaus gibt es einen Workshop in dem gebaut wird. Mit Papier und Klebband entsteht sogar ein Düsenflieger oder ein Zelt mit den Figuren, die darin schlafen.
Einen Stock weiter oben wird, nur aus Papier, ein Blumenkranz hergestellt.
Am Dienstagnachmittag arbeiten alle am gleichen Projekt. Gemeinsam werden Flipperkästen aus Karton hergestellt. Diese Spiele werden dann nach den Ferien in den Schulhäusern abwechslungsweise ausprobiert.
Am Donnerstag ist ein besonderer Tag! Für alle Kinder findet heute die Schulreise statt. Gemeinsam fahren wir mit dem Car ab Bannwil und Schwarzhäusern nach Basel ins Papiermuseum. Nach der Fahrt mit dem Car erreichen wir nach einem kurzen Spaziergang das Museum am Rhein. Nach dem Znüni im anliegenden Park gehen wir dann klassenweise durch das Museum.
Das Museum ist in einer alten Mühle, in der es überall nach Holz, Wasser und Geschichte riecht. Draussen dreht sich ein riesiges Wasserrad.
Das Beste ist, dass man im Museum nicht rumstehen muss, sondern fast alles selbst machen darf.
Mit alten Maschinen werden lustige Symbole auf das Papier gedruckt. Das fühlt sich an wie in einer alten Druckerwerkstatt von früher. Wir dürfen auch mit einer echten Feder und Tinte schreiben. Wenn man sich vorstellt, dass früher jedes Buch so von Hand geschrieben wurde, kann man sich dies fast nicht vorstellen bei unserer heutigen Technik.
Nach dem Mittagessen im Park dürfen wir dann nochmals durch das Museum und die Aktivitäten aufsuchen, welche uns grad am meisten interessieren.
Das Giessen der Druckbuchstaben fasziniert alle sehr, das Gemisch aus Blei und Zinn wird auf über 200 Grad erhitzt und in wenigen Sekunden wird aus diesem flüssigen Metall eine Letter gegossen. Doch dann ist es wieder Zeit, die Mühle zu verlassen und mit dem Car nach Hause zu reisen.
Am Freitag ist dann schon unser letzter Workshopmorgen und beim gemeinsamen Abschluss in der Turnhalle beenden wir die Projektwoche mit vielen papierenen Eindrücken.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Dorfvereinen Schwarzhäusern, welche uns mit dem grosszügigen Betrag von rund 1500 Franken für unsere Schulreise ins Papiermuseum unterstützten!

 

Bericht: Brigitte Künsch

Bilder: Lehrerinnenteam Basisstufen und  3./4. Klasse